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Montag · 15 | 10 | 2018
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  » Methoden | Mammographie

Mammographie

Hier finden Sie Informationen zu verschieden Themenbereichen

» Patientenvorbereitung: Was ist vorher zu berücksichtigen?
» Allgemeines zur Mammographie
» Wann sollte man eine Mammographie durchführen lassen?
» Wo sind die Fachleute?
» Brustkrebs?
» Galaktographie (Darstellung der Milchgänge der Brust)
» Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) der Brust:
» Kernspintomographie der Brust (Mamma-MRT)
» Sentinel Node Szintigraphie (Wächterlymphknotenszintigraphie)
» Therapeutische Zystenpunktion (Pneumozystographie)
» Gewinnung von Gewebematerial bei abklärungsbedürftigen Befunden (Biopsie)
 




Patientenvorbereitung: Was ist vorher zu berücksichtigen?



Da die Brust in den ersten beiden Zykluswochen weniger dicht und weniger schmerzempfindlich ist, sollten Frauen vor der Menopause sich einen Untersuchungstermin in der 1. oder 2. Woche nach der Regel geben lassen. Dies hat den weiteren Vorteil, dass eine Frühschwangerschaft definitiv ausgeschlossen ist.



Allgemeines zur Mammographie



Die Mammographie ist eine Röntgenuntersuchung der Brust, mit deren Hilfe insbesondere verdächtige Veränderungen, die selbst erfahrene Frauenärzte nicht ertasten können, festgestellt werden können.

Die komplette Untersuchung besteht aus zwei Röntgenaufnahmen jeder Brust. Die Mammographie ist weltweit der Gold-Standard zur Erfassung des "in Entstehung befindlichen Krebses", d. h. des Krebses, der sich noch nicht zu einem tastbaren Knoten entwickelt hat.

Die Mammographie wird an einem speziellen Gerät, das nur für diese Untersuchung entwickelt und hergestellt worden ist, durchgeführt. Dabei wird die Brust durch eine spezielle Haltevorrichtung vorsichtig zusammengedrückt. Dieser Druck kann für die Patientinnen unangenehm werden, sollte jedoch keine Schmerzen bereiten. Durch diese Kompression des Brustdrüsengewebes wird zum einen die Strahlendosis reduziert und zum anderen die Bildqualität verbessert.

In unserer Praxis wird seit Juli 2003 -übrigens zum ersten Mal in einer Kölner Praxis- die Mammographie in digitaler Bildtechnik als "Digitale Mammographie" durchgeführt, sowohl für privat als auch für gesetzlich versicherte Patientinnen. Das ist zur Zeit die modernste und aussagekräftigste Untersuchungstechnik, die zudem weniger Strahlung als die konventionelle Filmtechnik braucht.

Zur Mammographie gehört auch grundsätzlich eine eingehende klinische Untersuchung der Brust, auch wenn diese vorher von anderen Ärzten durchgeführt wurde. Ergänzend sollte bei Bedarf eine hochauflösende Ultraschalluntersuchung der Brust oder eine Kernspintomographie der Brust (Magnetresonanz-Tomographie, MRT der Mamma) durchgeführt werden. Aus diesem Grund beteiligt sich unsere Praxis nicht an dem staatlich verordneten und organisierten "Mammographie-Screening", wo lediglich eine Mammographie von einer technischen Assistentin durchgeführt wird. Zum "Mammographie-Screening" finden Sie ausführliche Informationen unter www.mammographiescreening.org.

Die Gefahr, Brustkrebs durch Mammographie auszulösen, ist sicherlich wesentlich geringer als die Gefahr, ohne Mammographie einen Brustkrebs im frühen -noch heilbaren- Stadium zu übersehen.


Wann sollte man eine Mammographie durchführen lassen?



Die Mammographie sollte in der 1. Hälfte des monatlichen Zyklus, nach der Regelblutung erfolgen, da in dieser Phase das Drüsengewebe deutlich gelockert ist. Dadurch kann die Brust besser im Aufnahmegerät komprimiert werden und die Untersuchung ist weniger unangenehm. Die Qualität der Aufnahmen verbessert sich dadurch.  
  


Wo sind die Fachleute?



  Wir sind durch die Ärztekammer Nordrhein sowohl fachlich als auch apparativ geprüft worden und für die Durchführung der Mammographie zertifiziert.

In unserer Praxis bildet die Mammographie seit Jahren einen Schwerpunkt. Wir verfügen über ein geschultes Team von Ärzten und medizinisch-technischen Assistentinnen, die stets bemüht sind gegenüber allen Patientinnen mit dem gebührenden Respekt und der besonderen Verantwortung in medizinischer und menschlicher Hinsicht aufzutreten.
  


Brustkrebs?



Etwa 46.000 Frauen im Jahr erkranken neu an Brustkrebs, bei 19.000 Frauen verläuft die Krankheit tödlich. Auch Männer können in seltenen Fällen erkranken. Brustkrebs gilt damit als der häufigste Krebs bei Frauen, etwa jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens. Wird der Tumor rechtzeitig erkannt, können die Frauen heute geheilt werden. Die Selbstuntersuchung der Frauen und die jährliche Vorsorgeuntersuchung sind wichtig für die Früherkennung.

Typische Anzeichen (Bei diesen Anzeichen sollten Sie sofort ihren Arzt aufsuchen):

  • Neu aufgetretene Knoten oder Verhärtungen der Brust
  • Neu aufgetretene Grössendifferenz der Brüste
  • Beim Heben der Arme verhalten sich die Brüste unterschiedlich
  • Eingezogene Haut an einer Stelle oder eingezogene Brustwarze
  • Veränderungen einer Brustwarze
  • Einseitige wasserklare oder blutige Absonderungen aus einer Brustwarze
  • Plötzlich auftretende, nicht mehr abklingende Rötung
  • Knoten in der Achselhöhle
  • Plötzlicher oder schleichend einsetzender Schmerz



Spezielle Untersuchungen in Zusammenhang mit der Mammographie:


Galaktographie (Darstellung der Milchgänge der Brust)



  Entleert sich Flüssigkeit oder Sekret aus der Mamille, so kann man dies röntgenologisch abklären und kleinste Tumoren in den Gängen (z.B. Papillome) abklären.

Man führt ein ganz dünnes Röhrchen in der Mündung des Milchganges aus dem die Flüssigkeit entleert wird und spritzt wasserlösliches Kontrastmittel. Danach wird eine Mammographie angefertigt.
  


Sonographie (Ultraschall-Untersuchung) der Brust:



  Die Ultraschalluntersuchung der Brustdrüse ist eine der häufigsten Ergänzungsuntersuchungen zur Mammographie. Sie ist völlig unschädlich und kann beliebig wiederholt werden. Mit einem hochauflösenden Schallkopf werden alle Brustregionen vom Arzt untersucht. Dadurch können mammographisch nachgewiesene Veränderungen oder tastbare Gewebeverdichtungen (feste Knoten oder flüssigkeitsgefüllte Zysten) abgeklärt werden.

Eine Früherkennung von Brustkrebs allein durch die Sonographie ist nur in Ausnahmefällen möglich. Vorteil der Sonographie ist ihr Auflösungsvermögen bei jungen Frauen mit dichtem Brustgewebe.
  


Kernspintomographie der Brust (Mamma-MRT)



'Kann man einen klinisch oder mammographisch verdächtigen Befund mit keiner anderen Methode abklären, so kann eine Mamma-MRT erforderlich sein. Diese Untersuchung mithilfe von Magnetfeldern ist keine Routineuntersuchung, denn sie ist sehr kostenaufwendig und verlangt erfahrene Ärzte, um zuverlässige Ergebnisse zu erhalten.

Die Mamma-MRT wird in unserer Praxis seit vielen Jahren durchgeführt. Sie gehört zum Leistungsumfang der privaten Kassen. Gesetzlich versicherte Patientinnen benötigen vor der Untersuchung eine Kostenübernahmebescheinigung ihrer Krankenkasse. Die Mamma-MRT wird empfohlen bei schwierigen Befunden nach Operationen oder Bestrahlungen, nach Anlage von Implantaten (z.B. Silikon), zur Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Veränderungen, wenn dies mit anderen Methoden nicht möglich ist, und als weiterführende Diagnostik vor einer Operation, wenn die Patientin sehr dichtes Gewebe hat und evtl. zusätzliche Tumoren ausgeschlossen werden müssen.


Sentinel Node Szintigraphie (Wächterlymphknotenszintigraphie)



Diese Untersuchung wird eingesetzt zur Darstellung der ableitenden Lymphbahnen in der Umgebung des Brustkrebses und zur Darstellung der vom Tumorgebiet versorgten Lymphknoten vor einer Operation. Die befallenen Lymphknoten reichern kleinste Mengen radioaktiven Materials an und erlauben so dem Operateur diese über eine geeignete Sonde im Gewebe aufzufinden und rasch zu entfernen.


Präoperative Herdmarkierung

Sind Veränderungen der Brust nicht tastbar oder Mikrokalk vorhanden, so kann man diese Bezirke vor Durchführung der Operation mit einer speziellen, ganz dünnen Nadel markieren. Vorher wird die Brusthaut lokal betäubt. Die exakte Lage der Nadel wird durch eine Kontrollmammographie überprüft. Anschließend wird die Patientin mit liegender Markierungsnadel in den OP-Saal gebracht. Durch die liegende Nadel wird der Eingriff für den Operateur (Frauenarzt oder Chirurg) leichter und sicherer gemacht, denn er kann den interessierenden Bezirk schnell finden und operieren. Noch während der Operation wird das entfernte Gewebe geröntgt um so die vollständige Entfernung des verdächtigen Bezirkes nachzuweisen. Das Gewebe wird abschließend vom Pathologen untersucht. Durch die präoperative Herdmarkierung wird somit die Diagnosesicherheit erhöht und die Operation kann schnell, schonend und kosmetisch sinnvoll durchgeführt werden.

In unserer Praxis werden die präoperativen Herdmarkierungen in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Frauenärzten und der Abteilung für Gynäkologie des Evangelischen Krankenhauses Köln-Kalk durchgeführt.


Therapeutische Zystenpunktion (Pneumozystographie)



Verursacht eine Zyste durch ihre pralle Füllung oder frische Einblutung Beschwerden oder beunruhigen tastbare Zysten die Patientin, so kann man durch die Entleerung dieser das verursachte Druckgefühl bzw. den Spannungsschmerz deutlich lindern. Mit einer dünnen Nadel wird die Zyste punktiert, die darin enthaltene Flüssigkeit abgesaugt und eine der Flüssigkeit entsprechende Menge Raumluft gespritzt.

Anschließend wird die Mammographie wiederholt um festzustellen, ob die Zyste vollständig entleert wurde oder nicht. Vollständig entleerte Zysten führen nach langsamer Resorption der insufflierten Luft zu einer Verklebung der Zystenwände. Die Flüssigkeit der Zyste wird sicherheitshalber vom Pathologen abschließend untersucht.


Gewinnung von Gewebematerial bei abklärungsbedürftigen Befunden (Biopsie)



Wird im Rahmen der Mammographie und/oder der Sonographie ein suspekter Befund festgestellt, so haben wir die Möglichkeit, diesen kurzfristig mittels Gewebeprobe (Biopsie) abzuklären. Durch die Zusammenarbeit mit der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Evangelischen Krankenhaus Köln-Kalk kann, wenn erwünscht, kurzfristig eine Biopsie dort durchgeführt werden. Hierbei wird die Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie unter Ultraschall-Kontrolle seit Jahren erfolgreich und mit sehr gutem Ergebnis praktiziert.

Diese Methode wird international an allen Brustzentren durchgeführt und wissenschaftliche Arbeiten haben ihre hohe Zuverlässigkeit gegenüber der einfachen Mammapunktionszytologie nachgewiesen. Das Ergebnis der Pathologie ist meistens innerhalb von 2-3 Tagen da. Somit wird den Patientinnen schnell und effizient geholfen. Dem behandelnden Frauenarzt liegen spätestens innerhalb einer Woche alle Befunde vor.


Hinweis:

Sowohl die Mammographie als auch alle anderen oben aufgeführten Untersuchungen, mit Ausnahme der Kernspintomographie, sind im Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung enthalten und können bei uns mittels Überweisung durchgeführt werden. Die private Krankenversicherung übernimmt die Kosten sämtlicher Untersuchungen (auch der Kernspintomographie). Darüber hinaus stehen wir selbstverständlich als Ansprechpartner für alle Fragen der Brustdiagnostik direkt zur Verfügung. Eine solche Beratung ist allerdings von den gesetzlichen Krankenkassen nicht vorgesehen und müsste ggf. selbst übernommen werden.


 
 
Letzte Aktualisierung: Dezember 2017
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